St. Peter und Paul, Hosenfeld

Erstkommunionkinder Wochenende

Erlebnisreiches Wochenende für die Erstkommunionkinder und ihre Eltern

 

Zur Tradition der Erstkommunionvorbereitung in unserer Gemeinde gehört das gemeinsame Wochenende der Erstkommunionkinder und ihrer Eltern. In diesem Jahr gab es jedoch eine ganze Reihe an Veränderungen:

  • Erstmals fand das Wochenende im Thomas-Morus-Haus in Hilders statt

  • Die Väter waren bei der Begleitung ihrer Kinder in der Überzahl

  • Wir – Diakon Michael Friedrich, Lutz Fehringer (Vater eines Kommunionkindes) und Pater Robert   - gestalteten die Tage selbst, statt der gewohnten fremden Katechetinnen.

 

Gespannt traf die Hosenfelder Gruppe auf dem Buchschirm in Hilders ein. Mit Tatkraft und Organisationstalent gingen alle zu Werke und in kürzester Zeit waren die Zimmer verteilt, der Seminarraum hergerichtet und dekoriert und eine kurzweilige Zeit im Thomas-Morus- Haus konnte beginnen.

 

Vor dem Abendessen stand eine religiöse Einstimmung auf dem Programm. Einige Gedanken zum Thema Gemeinschaft stimmten die kleinen und großen Teilnehmer auf die Tage ein. Und noch etwas zeigte sich schon zu beginn: Das extra für die Einkehrtage erstellte Liederheft erfüllte nicht nur seine Funktion sondern es wurde mit Freude gesungen, begleitet mit Klavier oder Gitarre.

 

Nach dem Abendessen stand ein vertieftes Kennenlernen auf dem Programm. Mit Liedern, Spielen und Tänzen gelang das prächtig. „Computer kaputt“ hieß es zum Beispiel und dann galt es, die vorgegebene Ordnung herzustellen: Sortieren und Aufstellen vom Jüngsten zum Ältesten oder wer am nächsten und weitesten von der Hosenfelder Pfarrkirche entfernt wohnt. Oder pantomimisch konnte erfahren werden, was jemand besonders gerne tut. Das Lieblingslied der Kinder am ersten Tag: Die Affen rasen durch den Wald. Nach einer Zeit, in der die Kinder sich auf den Zimmern aufhalten konnten folgte die „Gute-Nacht-Runde“, natürlich mit Geschichte, Gebet und Abendlied.

 

Musik weckte die Teilnehmer auf Samstagmorgen. Vor dem Frühstück kamen alle zum Morgenkreis. Mit Gebeten aus dem Gotteslob (das konnte man dabei auch besser kennenlernen und bemerken das es sogar sehr lebensnah ist), Liedern und guten Wünschen wurde der Tag im „Namen Gottes“ begonnen.

 

Am Vormittag stand das Evangelium des Kommuniongottesdienstes im Mittelpunkt. Das 10. Kapitel des Markusevangeliums, die Verse 13-16, in denen Jesus den Jüngern klar macht: Lasset die Kinder zu mir kommen und sie anschließend segnete. In zwei Anspielen zeigten die Eltern nicht nur ihr Engagement sondern überzeugten auch darstellerisch, sehr zur Freude der Kinder, die ihre Eltern mit großem Beifall belohnten. Danach erarbeitete Diakon Michael Friedrich die Bibelsequenz in einer Katechese mit den Kindern.

Der Vormittag endete mit einer von Lutz Fehringer und weiteren Eltern angeleiteten Basteleinheit. Die Kinder erstellten Schlüsselanhänger und gestalteten das Erkennungszeichen der Christen, Fische. Mit viel Freude und handwerklichen Geschick beteiligten sich die angehenden Erstkommunikanten.

 

Die Küche des Thomas-Morus-Hauses hatte auch einen großen Anteil am Gelingen des Wochenendes. Durchgehend wurden alle gut und abwechslungsreich bewirtet.

 

Am Nachmittag war Erfindungsreichtum, Phantasie und etwas Fingergeschick gefragt. Die Aufgabe lautete: Baut aus den Materialien: 2 Luftballons, einem Seil von 1 m Länge, Tesafilm und 2 Blättern Din A 4 Papier ein Flugobjekt, so dass ein rohes Ei bei einem Flug aus dem ersten Stockwerk nicht zerbricht. Mit viel Freude gingen die Eltern und Kinder, die jetzt gemeinsam in mehreren Gruppen arbeiteten, ans Werk. Mit Spannung verfolgten alle die Flugvorführungen. Das Ergebnis: Die Flüge aus dem ersten Stockwerk überstanden alle Eier schadlos. Als besondere Herausforderung wurden dann die Flugobjekte aus dem zweiten Stockwerk gestartet. Das Ergebnis: Auch bei dieser Höhe blieben alle Eier mit ihren phantasievollen Flugkörpern heil.

 

Am späten Nachmittag folgte eine zweite Katechese: Ein großes Bild mit den Emmausjüngern war Mittelpunt des Seminarraumes. Diakon Michael Friedrich erarbeitete mit den Kindern den Sinn dieser Sequenz aus der Bibel.

 

Aber auch am Samstag kamen „Lieder – Spiele – Tänze“ nicht zu kurz. Das Lieblingslied der Kinder an diesem Tag: Es war das Morgenlied über „Papa Schlapp – Da schläft Papa Schlapp, wie ein Murmeltier“

 

Eine gemeinsame Nachtwanderung mit Fackeln durch den tiefen Schnee zum Aussichtsturm auf dem Buchschirm stand noch spät auf dem Programm. Mit Kinderglühwein klang der Abend für alle aus.

 

Im Mittelpunkt des letzten Tages stand der gemeinsame Gottesdienst mit dem Thema „Wer zuletzt lacht“. Da Fastnachtszeit war sollte auch die Freude im Mittelpunkt des Gottesdienstes stehen. Die Kinder nahmen in Verkleidung teil und beteiligten sich mit vielen Diensten. Da der Gottesdienst im Speisesaal gefeiert wurde, konnten alle die Verbindung von Glauben und Alltag spüren. Der Gottesdienst war aber – wie das gesamte Wochenende – eine schöne Gemeinschaftserfahrung, die Erfahrung, dass Glauben in der Gemeinschaft besonders Freude bereitet, die Gemeinschaft sogar braucht.

 

Damit erfuhren alle Teilnehmer den vierten Grundvollzug von Kirche, nämlich Gemeinschaft oder im Fachausdruck Koinonia.

Die Kirche kennt weitere drei Grundvollzüge oder Grunddienste, in denen sie sich im Auftrag Jesu versteht und in der einzelnen Gemeinde und als Weltkirche handelt. Anders ausgedrückt: Die Aufgabe der Kirche und der Christen ist es, von der Frohbotschaft Zeugnis zu geben (Martyria oder Verkündigung), das Gedächtnis Jesu zu feiern und die Menschen im Alltag und an den „Knotenpunkten des Lebens“ zu stärken (Liturgia) und schließlich die konkrete Nächstenliebe spürbar und erfahrbar zu machen (Diakonia). In diesem Sinne war für alle Teilnehmer an diesem Wochenende Kirche ganz konkret erfahrbar.